Literaturempfehlungen

Petra Hohn

Petra Hohn – ihr eigenes Schicksal – Hilfe zur Selbsthilfe

Über Petra Hohn
Mein Name ist Petra Hohn, ich wurde 1957 in Altenburg/Thüringen geboren. Ich bin verheiratet, 1998 verloren wir unser einziges Kind, unseren Sohn Carsten durch Suizid, er war 18 Jahre alt.

Nach mehreren Besuchen von Trauerseminaren in Bad Segeberg wurden, mein Mann und ich 1999 Mitglied im Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland.
2003 schloss ich meine 2-jährige Ausbildung zur Trauerbegleiterin ab. Meinen Beruf als Bautechnikerin gab ich 2006 auf. Seit März 2006 arbeite ich in der Bundesgeschäftsstelle Leipzig.

Im Vorstand des Bundesverbandes bin ich seit 2004. Zur Mitgliederversammlung 2006 in Gelnhausen wurde ich zur 1. Vorsitzenden gewählt. Dieses Vertrauen der Mitglieder wurde mir auch in Remscheid entgegengebracht.

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„Plötzlich ohne Kind“ – Petra Hohn

Wenn Eltern ihr einziges Kind verlieren – Wege aus dem Labyrinth der Trauer

– Hilfe zur Selbsthilfe, um einen persönlichen Weg in ein lebbares Leben zu finden
– Ein Ratgeber für betroffene Eltern, Trauergruppen und helfende Personen

Was sind wir ohne dich? Wenn Eltern plötzlich wieder nur ein Paar sind, erleben sie eine unendliche Leere und Verlassenheit. Sie fühlen sich amputiert und nicht selten wollen sie selbst nicht mehr weiterleben.
Petra Hohn hat all das erlebt – ihr Buch ist eine einfühlsame Hilfe zur Selbsthilfe. Sie beschreibt die Auswirkungen des Verlustes auf das soziale Leben und die Partnerschaft und weist Wege aus dem Labyrinth der Trauer zurück in ein lebbares Leben.

„Wenn gewalttätige Szenen über die Mattscheibe flimmern, rechnen wir nicht damit, dass ein Krimi ganz schnell unser Leben zerstören könnte.

Verlieren wir unser Kind durch eine Gewalttat, quält uns vor allem ein Gedanke: unser Kind nicht genug beschützt zu haben. Wir machen uns Vorwürfe, es der Gefahr ausgesetzt zu haben, die verstörenden Phantasien, wie sehr unser Kind gelitten hat, peinigen uns ständig.

Der Kampf um die Aufklärung beginnt! Wir wollen, wir müssen wissen, was geschehen ist – und wir wollen den oder die Täter.

Doch selten werden Kriminalfälle rasch geklärt. Denn dies ist kein Fernsehkrimi, dies ist die Realität. Oft dauert es Wochen, Monate, manchmal Jahre. Leider gibt es auch Fälle, die nie aufgeklärt werden. Der Täter bleibt gesichtslos.

Für die Eltern ein Albtraum, der mitunter dazu führt, dass sie überall Verdächtige vermuten. Sie entwickeln das unbedingte Verlangen, selbst nach dem Täter zu suchen. Und so wollen die Eltern mit Aktionen wie dem Entzünden von Kerzen und gut sichtbar angebrachten Fotos am Fundort des leblosen Körpers ihres Kindes nicht nur gedenken, sie wollen auch ermahnen, in der Hoffnung, auch das Gewissen des Täters zu berühren.

Wird der mutmaßliche Täter festgenommen, werden Gutachten erstellt, Dutzende Untersuchungen vorgenommen – und nicht selten Argumente wie Alkoholeinfluss oder psychische Probleme gefunden, welche den Täter zum Opfer werden lassen und die Tat mildern. Während der laufenden Untersuchung und im Gerichtssaal sind die Eltern häufig juristischen und medizinischen Ausführungen ausgesetzt, nüchtern vorgetragen in einem gefühlskalten Fachjargon, der ihnen den Eindruck vermitteln muss, bei ihrem Kind handele es sich um einen Sachgegenstand und nicht um einen wertvollen Menschen.“

(Hohn, Petra – „Plötzlich ohne Kind“ -2008 Gütersloh-Verlag, S. 29 f)

Eva Frey

„Schweigen ist Silber – Reden ist Gold. Ich erlebte Gewalt – und ich lebe“

von Eva Frey – (das Buch ist beim ANUAS e.V. leider nicht mehr erhältlich)

Der Inhalt des Buches ist keine einfache Kost. Frau Eva Frey, 1950 in Basel geboren, hat viel und heftige Gewalt erlebt. Vieles, von dem sie in ihrem Buch berichtet, ist fast unvorstellbar, schwer nachvollziehbar, kaum zu glauben…

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Riehener Zeitung, März 2010:

Obwohl sie viel Unrecht erlebt hat, klagt Eva Frey in ihrem Buch nur selten an. Sie kehrt an den Ort des Geschehens zurück, ging den unglaublichen Vorgängen mit medizinischen Versuchen, einer Vergewaltigung, der Ermordung ihres zwei Tage alten Sohnes durch ihre Vergewaltiger nicht in detektivischem Sinn nach, sondern brachte ihre ganz subjektiven Erinnerungen zu Papier. Beklemmend, schonungslos, mit vielen Details.
„Die Traumata haben stattgefunden, vielleicht nicht so hundertprozentig in der geschilderten Form, aber sie haben stattgefunden. Bei starken Traumata kommen solche Verschiebungen als Schutzmechanismus vor“, schreibt der Psychotherapeut und Psychoanalytiker Dr. Andreas Bückert im Vorwort. Es geht in Freys Aufzeichnungen also nicht um die akribische Dokumentation eines Verbrechens, sondern darum, wie ein Mensch als hilfsloses Opfer einer Gewalttat mit dem Erlebten umgeht.

Peter Schulz – Freund von Eva Frey und Mitinitiant des Buches erklärt dazu: „Dieses Buch ist nicht zuerst eine Anklage, sondern verschafft Einblick in einen Menschen, der leben, der vergeben, der aber auch ernst genommen werden will. Nicht das Warum der Tat, nicht das Psychogramm der Täter, sondern das Leben des Opfers steht im Mittelpunkt. Es zeigt den Kampf um die eigene Erinnerung, um das Vertrauen in sich selber, um das Vertrauen anderer, um das Vertrauen in Gott. Vielleicht hilft es solchen, die noch schweigen und mit ihrer eigenen Geschichte kämpfen.“

James Redfield

James Redfield – „Die Prophezeiungen von Celestine“

James Redfield studierte Soziologie an der Universität in Auburn, Alabama. Er arbeitete 15 Jahre mit motional gestörten Kindern und begann Anfang 1989, neben seinem Job als Therapeut in der Kinderhilfe sein erstes Buch zu schreiben. Als er nach einem Jahr erst ein Kapitel fertig hatte, entschied er sich, seinen Beruf aufzugeben und nur noch zu schreiben. Im Mai 1993 veröffentlichte Redfield schließlich im Selbstverlag Die Prophezeiungen von Celestine, und allein durch Mundpropaganda wurde der Titel zum Kultbuch. James Redfield arbeitet und lebt mit seiner Frau in Florida. Er gibt eine Monatsschrift mit dem Titel The Celestine Journal heraus und leitet Workshops und Meditationsgruppen, die sich mit der Veränderung des menschlichen Bewußtseins an der Jahrtausendschwelle befassen.

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„Die Prophezeiungen von Celestine“

Kurzbeschreibung

Ein Buch, das die Kraft hat, unser Leben zu verändern. Ein Werk, das den Nerv unserer Zeit trifft, in der immer mehr Menschen nach neuer Orientierung suchen und sich mit den Grundfragen des Lebens beschäftigen. Eine abenteuerliche Erzählung voller verblüffender Erkenntnisse und Inspirationen.

Chris Paul

„Schuld – Macht – Sinn“ von Chris Paul

Arbeitsbuch für die Begleitung von Schuldfragen im Trauerprozess

Im Untertitel ist das Buch als „Arbeitsbuch“ genannt. Chris Paul hat dieses mal kein Selbsthilfebuch geschrieben wie „Warum hast du uns das angetan?“(2006).
Es ist ein empirisches Buch entstanden, gewachsen durch Beobachten, Zuhören, Ausprobieren und ungewohnte gedankliche Verknüpfungen. Umfassend und differenziert geht sie auf die unterschiedlichen Aspekte von Schuld ein und bringt Struktur und Klarheit in das bedrückende Schuldthema. Das Buch ist Pflichtlektüre für alle, die Suizidtrauernde beruflich oder ehrenamtlich begleiten möchte.

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224 Seiten
19,95 €
GTVH
ISBN 978-3-579-06833-6

Dieses Buch kann auch Portofrei bei AGUS bestellt werden.

AGUS-Bundesgeschäftstelle
Markgrafenallee 3 a
95448 Bayreuth
Deutschland
Email: kontakt(at)agus-selbsthilfe.de
Telefon: 0921 – 150 03 80
Fax: 0921 – 150 08 79

Unsere Bürozeiten:
Montag – Donnerstag 9.00 – 12.00 Uhr
Mittwoch 17 – 19 Uhr

Carola Häußler

„Was bleibt ist Liebe und Erinnerung“ und „Die Zeit heilt keine Wunden – sie lindert nur den Schmerz“ von Carola Häußler

Carola Häußler hat ihr erstes Buch sieben Jahre nach dem Suizid ihres Mannes geschrieben: „Die Zeit heilt keine Wunden – sie lindert nur den Schmerz“. Weitere acht Jahre später erschien ihr zweites Buch, dessen Titel bezeichnend für den Fortgang ihrer Geschichte ist: „Was bleibt, ist Liebe und Erinnerung“.

Mehr zu den Büchern

Die im Eigenverlag erschienenen Bücher von Carola Häußler können beim AGUS-Büro bestellt werden:
„Die Zeit heilt keine Wunden – sie lindert nur den Schmerz“; Januar 2001, 12,50 €
„Was bleibt ist Liebe und Erinnerung“; Oktober 2008, 9,90 €

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Roland Kachler

Roland Kachler – Psychotherapeut mit Erfahrung

Autoren-Porträt von Roland Kachler:
Roland Kachler, geb. 1955, ist Diplompsychologe. Er arbeitet als Paartherapeut und leitet seit über zehn Jahren eine psychologische Beratungsstelle in Esslingen.

Link zur Website: http://www.kachler-roland.de/Home

Mehr über den Autor

„Meine Trauer wird dich finden“

Der Autor, Psychotherapeut mit Erfahrung in Trauerbegleitung, spürt nach dem Unfalltod seines 16-jährigen Sohnes, dass die Trauermodelle, zu denen er selbst seinen Patienten geraten hatte, ihm nicht helfen konnten, seinen Schmerz zu überwinden. Deshalb hat er einen neuen Weg der Trauerbewältigung gesucht und gefunden. Statt den Verstorbenen ‚loszulassen‘, zielt die Methode des Autors darauf, dass, was an Liebe für den Verstorbenen bei den Lebenden bleiben kann, ohne dass daraus seelische Störungen erwachsen. Die praktischen Übungen, Hinweise und Tipps am Ende jedes Kapitels helfen, diesen neuen Weg zu gehen.

„Damit aus meiner Trauer Liebe wird“

In der Trauer ist die Liebe verborgen! In ihrer dunklen Asche ist die Glut der Liebe zu finden. Wie können wir den Schmerz, die Trauer, die Verzweiflung und die ohnmächtige Wut bei einem Verlust in Liebe wandeln? Der Autor nennt aus eigener Erfahrung vielfältige Anregungen, in der Trauer die Liebe zum Verstorbenen zu entdecken. Für Trauerbegleiter hält dieses Buch eine Vielzahl von konkreten Ideen und Impulsen für ihre Arbeit bereit. Nicht das Loslassen steht im Zentrum der Trauer, sondern die Liebe. Roland Kachler führt in diesem Buch seinen viel beachten neuen Ansatz in der Trauerarbeit weiter. Der vorliegende Band ist dabei sozusagen der »Praxisteil« zu seinem ersten Buch »Meine Trauer wird dich finden«.

„Meine Trauer geht – und du bleibst“

Wie lässt sich die Beziehung zum Verstorbenen aufrechterhalten, wenn die Trauer »gegangen« ist? Diese Frage stellt sich den Hinterbliebenen gegen Ende des Trauerwegs. Roland Kachler vertritt einen neuen Ansatz in der Trauerbewältigung. Nicht das »Loslassen« des Verstorbenen ist das Ziel des Trauerprozesses. Es ist vielmehr die Liebe zum Verstorbenen und die neue, innere Beziehung, die zu ihm hergestellt werden soll. Mit Informationen und Trauerdialogen aus der Praxis, konkreten Handlungsimpulsen und Imaginationsübungen zeigt der Autor behutsam auf, wie der Trauerweg zu einem guten Ende geführt werden kann.

Roland Kachler – In seinem Buch „Meine Trauer wird dich finden – ein neuer Ansatz in der Trauerarbeit“, 2005 Kreuz Verlag, S. 23 beschreibt er seine Gefühle:

„Nun sind zwei Jahre vergangenen, seit mein Sohn tot ist. Es gibt Tage, da habe ich das Gefühl, dass es mir besser geht. Aber was heißt schon „besser“? Habe ich mich an seine Abwesenheit gewöhnt? Kann ich damit leben? An solchen „besseren“ Tagen kann ich mich bei der Arbeit vergessen, kann auch wieder die kleinen Dinge des Lebens genießen. Ich erlebe also durchaus einen Fortschritt in meinem Trauerprozess.

Aber dann gibt es Momente und Tage, da ist überhaupt nichts besser: Da steigt meine tiefste Trauer auf, da falle ich wie zu Beginn in tiefste Löcher. Dann habe ich den Eindruck, es wird gar nichts besser, weil der Verlust meines Sohnes durch nichts, aber auch gar nichts zu ersetzen ist.

Und dann gibt es Momente und Zeiten, da will ich nicht, dass es mir besser geht, da will ich an der Trauer festhalten. In ihr erlebe ich mich meinem Sohn besonders nahe.“

Bild zeigt das Cover des Buches von Marion Waade - Betroffene kommen zu Wort
Betroffene kommen zu Wort

Marion Waade

„Betroffene kommen zu Wort“ * im Spielberg-Verlag erschienen (06/2013)

2013 * Marion Waade * 978-3-940609-99-1 * broschiert * 299 Seiten

Wie geht es betroffenen Angehörigen nach dem Mordfall an ihrem Angehörigen / ihrem Kind?

Mehr über das Buch

Betroffene kommen zu Wort … das ist leider nicht die Alltäglichkeit.
Betroffene von Gewalt fallen durch ein „Raster“ der Justiz, der Öffentlichkeit und der Gerechtigkeit.
Der fehlende Respekt, die Achtung für die Opfer und er fehlende Opferschutz führen zu einem massiven Leidensdruck bei den Betroffenen, der in diesem Buch an verscheidenen Fallbeispielen aufgezeigt wird. Dem Leser wir Unvorstellbares verdeutlicht.
„Gleichgültigkeit und Desinteresse am Leid Anderer sind die ersten Formen von Gewalt“ (Mahatma Gandhi)

Reinhold Kusche/Marion Waade

"Was bleibt, ist Sus Liebe“

Erste Auflage 2012 | ISBN: 978-3-940609-65-6 |

Das Buch ist über den Spielberg Verlag und über Amazon (auch weltweit als E-Book) erhältlich.

Mehr über das Buch

Eine erschütternde, authentische Geschichte, die tief unter die Haut geht, da sie dem Leser, der Leserin der Frage nach dem Sinn von Trauer, dem Geheimnis des Lebens und der Suche nach innerem Frieden ein Stück weit nähern!